Die neue Trainingsstrategie

Letzte Saison hatte ich wie bereits geschrieben, nicht den Erfolg den ich mir erhoffte. Die Idee war, möglichst schnell zu Fortschritten zu kommen. Dafür warf ich alle Trainings die ich bis jetzt kannte, und einen positiven Effekt auf die Behinderung hatten, in einen Topf. Die Fortschritte kamen auch… aber gingen auch wieder schnell. Nach dem Hoch riss es mich immer wieder in ein Tief. Diese waren teilweise so extrem, dass ich selbst bei alltäglichen Sachen wie dem Einkaufen Probleme bekam. Ich viel zum Beispiel einfach mal hin, was ich sonst nie tue.

Ich habe eine Theorie was da passiert sein könnte. Der Körper hat ja gewisse Bewegungsmuster, die für ihn stimmen. Bei meiner Behinderung sind die Bewegungsmuster wohl so abgestimmt, dass schlecht steuerbare Muskeln nicht, oder nur wenig gebraucht werden. Werden jetzt plötzlich neue Muskeln verfügbar. weil das Training die Ansprechbarkeit erhöht, beginnt das Hirn automatisch für die Muskeln eine Aufgabe zu finden. Das geht auch eine Weile gut. Doch dann kommt es irgendwann zur Überforderung oder zur sportlichen Disbalance. Dan beginnen die Probleme. Entweder Schmerzen, oder aber koordinative Schwierigkeiten. Wenn neue Muskeln in den Bewegungsablauf eingebaut werden, sind ja immer auch die übrigen Muskeln betroffen. Die haben aber bereits ihren Ablauf, und der ist tief im Hirn gespeichert. Je älter desto schwieriger lässt sich das modulieren. Wenn nun die neuen Muskeln aktiv sind, die alten aber noch genau das tun was sie immer taten, kann das nur zu Problemen führen. Irgendwann sagt dann das Hirn, stop, so geht das nicht, das neue Bewegungsmuster ist kacke ich schmeiss das wieder über Bord. Und schon sind die Fortschritte dahin.

Um dem Problem zu begegnen werde ich die Fortschritte weniger Forcieren. Sobald kleine Schritte da sind, werde ich wieder auf Erhaltungstraining umstellen. Damit kann sich der Körper hoffentlich langsam an die Veränderungen gewöhnen, und wirft nicht gleich wieder alles über Bord. Eine weitere Strategieänderung ist, dass ich den Trainingsschwerpunkt aktuell mehr auf die Wade verlege. Die Oberschenkel stehen nicht mehr so im Fokus. Bei meiner aktuellen Gangart spielen die Waden kaum eine Rolle. Bei der richtigen Gangart aber schon. Aus den Waden laufen kann ich nicht. das muss ich lernen. Die Trainings die dazu im Einsatz sind werde ich bald auch veröffentlichen.

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